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Hohe und andere Tauern der Ostalpen

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Moderator: Octavian

Hohe und andere Tauern der Ostalpen

Beitragvon zenzi1 » Sa 03 Apr, 2010 08:30

Im Bereich der Ostalpen sind es die Hohen Tauern, die einerseits die höchsten Gipfel aufweisen, andererseits mit ihrem Namen auf den keltischen Stier (kelt. tarvos - latinisiert taurus) deuten, der ein zentrales Symbol für den starken und fruchtbaren Heros der Muttergöttin war, die selbst seit der Jungsteinzeit auch als Rindergöttin (mit Stierkalb) dargestellt wurde. Das heroische Patronat trifft natürlich auch auf die „Niederen” und alle übrigen Tauern zu.

Der potente und ungestüme Heros-Stier spielte offensichtlich gerade an der Tauernnordseite eine zentrale Rolle im Kult unserer Vorfahren. Sein „ranghöchster” Hauptkultplatz war aller Wahrscheinlichkeit nach im Areal des späteren Klosters St. Peter, im Kernbereich von Juvavum, dem heutigen Salzburg, wo die in den Hohen Tauern entspringende Salzach die heimische Bergwelt verläßt und einander seit Urzeit zwei wichtige Fernverkehrsverbindungen kreuzen. Der heilige Fluss trug bis in römische Zeit zwei Namen: Der Oberlauf wurde von den Anwohnern vermutlich Isonta genannt und im ersten Stück, dem Quellfluss sicher mit der heutigen Krimmler Ache identifiziert. Außerhalb des Gebirges hieß die heutige Salzach nach einer Art namentlichem Jugend-Heros Juvarus, ein Name, der vermutlich selbst auf eine göttliche weibliche Form zurück geht.

Dass in Juvavum Stiere besondere kultische Bedeutung hatten, ist nicht nur aus den archäologischen Funden abzulesen. Bei genauerem Hinsehen geben auch alte Sagen beredten Auf-schluss. Im Rahmen des Belenus-Kultes bzw. einer dem Jugendkult angepassten Variante wurden hier z.B. vor dem jährlichen Hauptfest am Ufer des Juvarus Stiere rituell gereinigt - was bis heute in der Bezeichnung „Stierwascher” hängen blieb.


Zwischen den beiden, durch ihre Funktion relativ eng verbundenen, Hauptkultorten des Stier-Heros Belenus, zwischen Juvavum und Beligna (Aquileia) erhebt sich das mächtige, schneeweiße Gebirge. Die Kelten überwanden es bereits durch raffiniert angelegte Straßen und Wege mit Belenus-Heiligtümern auf den Pässen, die zur Römerzeit oberflächlich von Herkules überlagert wurden, der seinen Stier auf Kreta eingefangen haben soll. - Den anpassungsfähigen Alpenkelten war es sicher relativ Wurscht, ob ihr Heros Belenus in der römischen Besatzungszeit nach Herkules-Manier ein Löwenfell übergeworfen bekam. Insgeheim blieb er ja doch der Alte! Und oben auf den Pässen der Hohen Tauern war es schließlich schon damals kalt genug, ein Fell nicht auszuschlagen!

Nachsatz: Der Begriff Tauern bezeichnete eigentlich nicht die hohen Bergspitzen, sondern die Übergänge, die Pässe, dazwischen - die wichtigen Verbindungen zwischen der Nord- und der Südseite der Alpen, zwischen Juvavum und Beligna (Aquileia), die unter dem besonderen Schutz des Stier-Heros der Berg- und Wintermutter standen - die Gipfel blieben der Mutter vorbehalten und tabu!.

qwelle die kelten

mfg.zenzi
zenzi1
 

Beitragvon J.Diefenbach » Sa 03 Apr, 2010 17:24

Die Alpenpässe sind sehr interessant. Ein Bekannter hat einmal auf einem Paß ein komplettes römisches Legionslager entdeckt.

Dies wurde dann zusammen mit den Archäologen untersucht und massig Funde geborgen.
Viele Grüße und Gut Fund,

J. Diefenbach

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J.Diefenbach
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